Das japanische Gedächtnis - 日本の想い、ドイツの想い

Eckhoff, Jürgen und Ilka エツコフ・ユルゲンとイルカ, Kaufmann マネージャー

Der Duft der großen weiten Welt und deutscher Mittelstand mit Tradition

In der deutschsprachigen Community gibt es  einige Familien, die schon seit Generationen in Japan leben und mit diesem Land eng verbunden sind. Die meisten von ihnen werden es auch in Zukunft bleiben. Dazu gehören auch solche deutschsprachigen Familien, die zwar nicht so lange in Japan leben, aber doch seit einer oder zwei Generationen in Japan ihren Lebensmittelpunkt gefunden haben.

Doch treten an ihre Stelle immer häufiger solche deutschsprachigen Familien, die nur für einige, immer kürzer werdende Zeiträume in Japan wohnen. Damit bauen sie zumeist eine nur oberflächliche Beziehung zu ihrem Gastland auf.  In unserer Zeit der Globalisierung, der dramatisch steigenden Mobilität in der Gesellschaft, der Verkürzung aller Kommunikationswege und der Veränderung in den Beschäftigungsstrukturen der Wirtschaftswelt ist kaum noch Platz für langfristige Aussendungen von Vertretern nahezu aller Berufsgruppen.

Im Fall der langfristigen Entsendung von Mitarbeitern aus dem Ausland nach Japan spielte ursprünglich noch eine Besonderheit eine starke Rolle, die es in anderen Ländern kaum gab: Japan wurde eine exotische Einmaligkeit seiner kulturellen Gegebenheiten zugeschrieben - kräftig gefördert auch von Seiten vieler Japaner selbst - , die langfristige Eingewöhnung der Entsandten erfordere.  Obige kurzfristige, aktuelle Entwicklung von Personalentsendungen sind unter dem Aspekt dieser ideologischen Vorstellung einer Einmaligkeit Japans eine positive Entwicklung. Denn sie manifestieren, dass Japan in der internationalen Gesellschaft nunmehr eine normale Stellung eingeräumt wird. Dieses Land erfordert nicht mehr den Einsatz exotischer Außenseiter, die die Rolle exotischer Erklärer für ein exotisches Land erfüllen, sondern dieses Land benötigt die Entsendung von Fachleuten wie jedes andere Land auch. Das schließt Verständnis und gute Kenntnisse wie vor allem auch Sprachkenntnisse der Entsandten ebenso wenig aus wie eine langfristige Entsendung.

In diesem Kontext ist  die Berufslaufbahn von Jürgen Eckhoff in Japan beispielhaft.

Wie auch seine Frau Ilka stammt Jürgen Eckhoff aus Hamburg. Wer kann nicht in der Begegnung mit diesem Paar die  Weite des Hamburger Hafens  spüren?

Von einem mehrjährigen beruflichen Zwischenspiel in Großbritannien abgesehen,  hat Jürgen Eckhoff drei Jahrzehnte die  Firma Klingelnberg, eine der bedeutenden und traditionsreichen mittelständischen Firmen Deutschlands, in Japan vertreten.

Diese ist keine der hanseatischen Firmen, die in Japan auf Grund ihrer langen Überseetradition Handelsinteressen wahrgenommen haben. Sein  Arbeitgeber stammt aus dem Binnenland Deutschlands und ist Weltmarktführer in seinem Produktbereich. Das ist sicher eine hervorragende unternehmerische Leistung, aber auch  keine Ausnahme für ein deutsches Mittelstandsunternehmen. Der  deutsche Mittelstand kreiert nahezu die Hälfte des deutschen Exportes : Vier von zehn dieser Firmen tätigen Geschäfte mit dem Ausland. Dass sie eine sehr bedeutende Position in der deutschen Wirtschaft einnehmen ist dadurch belegt, dass bei dieser Unernehmensgruppe zwei Drittel aller Arbeitnehmer arbeiten, die 40 Prozent aller Umsätze schaffen. Sie bilden 80 Prozent der Nachwuchskräfte aus.

In seiner beruflichen Zeit in Japan war Jürgen Eckhoff als Senior des deutschen Mittelstandes allgemein geachtet. Doch als republikanischer Hamburger nimmt man keine Orden an. Heute noch aus zeitlicher Distanz ist es zu bedauern, dass Politiker aller politischen und wirtschaftlichen Coleur den Mittelstand zwar als Kern der eigenen Wirtschaft preisen; dass ihren Repräsentanten im Ausland im Vergleich zu ihren Kollegen aus der Großindustrie diese Belobigung dann in der Realität aber relativ selten zu Gute kommt. Der persönlicher Verdienst und häufig der unternehmerische Erfolg Letzterer steht ausser Zweifel. Aber der Respekt vor der Größe ihrer Unternehmen verdeckt doch nicht selten in der Öffentlichkeit den Respekt auch vor den kleineren, nicht so sichtbaren, aber ebenso erfolgreichen Unternehmensvertretern des deutschen Mittelstands.

Jürgen Eckhoff und seine Ehefrau Ilka, beide sportlich-elegant, mit trockenem norddeutschen Humor und Hamburger Akzent gesegnet, sind ihrem Gastland Japan, seinen Menschen und seiner Kultur ebenso verbunden wie ihrer deutschen Heimat. Jürgen Eckhoff hat soziale und kulturell übergreifende Balance zwischen den unternehmerischen Anforderungen seines Unternehmens, den ökonomischen Herausforderungen eines modernen deutschen Wirtschaftsunternehmens, das sich auf dem Weltmarkt behaupten muss, und den japanischen Mitarbeitern, für die er Verantwortung übernahm, gefunden.

Wenn Jürgen Eckhoff einen beispielhaften Beitrag im alltäglichen Leben geleistet hat, so ist Ilka Eckhoffs Engagement im japanischen und deutschen Gemeinwesen hervorzuheben. Solches kann in der deutschen Community in Tokyo  in Institutionen wie der  Deutschen Schule TokyoYokohama (DSTY), der  OAG, den beiden Gemeinden, der der  Evangelisch deutschsprachigen Kirchengemeinde der Kreuz-Kirche und der der  Katholischen deutschsprachigen Kirchengemeinde der St.Michael-Kirche, sowie  dem  Botschafter Dittmann Fonds geleistet werden. Hier hat Ilka Eckhoff sich mit ganzem Herzen eingesetzt!

Beide Eheleute waren stets da, wenn es hier zu helfen gab, konnten aber auch eingreifen, wenn es ihnen "zu bunt wurde" - sei es in einschlägigen Vorstandsgremien oder in der "grass roots" Arbeit an den norddeutschen Essensständen bei Festivitäten oder bei der aufwendigen Betreuung in Not geratener Deutscher in Japan.

Die freundschaftlichen Beziehungen zu ihrem Jahrzehnte langen Gastland setzen Jürgen und Ilka Eckhoff auch nach ihrer Rückkehr in die Heimat Deutschland durch die Freundschaft zu vielen 'Japandeutschen' fort. So führt Ilka Eckhoff als Gründerin der "Tokyo Wander Girls" in Japan die Tradition des jährlichen gemeinsamen Wanderns unter der gemeinsamen schönen Erinnerung "Japan" auch in Deutschland fort.

Diesen ehrenamtlichen Einsatz der beiden Eckhoffs hat sich auf die nachfolgende Generation des Ehepaares aus Hamburg übertragen. Ihre beiden Söhne, Olaf und Thorsten Eckhoff,  sind in Japan aufgewachsen und bewahren die Verbindung zu der japanischen Heimatregion ihrer Jugend. Sie haben von hier die internationale Welt ihrer Eltern aufgenommen, leben mit ihren Familien in ihr und wirken dort weiter.


Den ältesten Sohn Olaf Eckhoff, der seit Jahren wie sein Vater ein mittelständisches Unternehmen in Japan, die Firma  Hauni, vertritt,  kann der Beobachter an gleicher, helfender Stelle wie seinerzeit seine Eltern in ehrenamtlichen Gremien und in selbstloser Arbeit auf Festen des Dittmann Fonds, der Kirchengemeinde oder der Deutschen Schule antreffen, assistiert von seiner englischen Ehefrau Joy.

Ein klangvolles Symbol des Weges der Familie Eckhoff in die weite Welt sind die Konzerte hawaiianischer Musik " Polinahe. The Sound of the Islands", das Olaf Eckhoff erstmals mit seinen Freunden John und Jimmy aus Hawaii am 23. Mai 2009 in der evangelischen Kreuzkirche in Tôkyô und noch einmal in derselben Kirche am 31.5.2014 "Polinahe. Live 2014", diesmal verstärkt um seinen Bruder Thorsten Eckhoff, gab.

エツコフ・ユルゲンとイルカ











































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„Deutschlands Mittelstand der wahre Weltmeister“*

Nach dem Aufsichtsratsvorsitzenden der Beratungsfirma „Simon Kucher & Partner“, Hermann Simon,  liegt in Deutschland der Anteil der deutschen Großunternehmen wie z.B. Volkswagen, Daimler, Siemens, BASF, Bayer  u.a. , die für Deutschlands starke Wirtschaft im Blick der Öffentlichkeit im In- und Ausland stehen, gemessen an den 500 größten Unter- nehmen der Welt nur bei 6 %.  Aber es gebe Bereiche in Deutschland und anderen Industriestaaten, in die im internationalen und nationalen Vergleich kaum bekannt seien und auffielen, die mittelständischen Unternehmen Deutschlands. Sie besitzen „für uns alle und unseren Wohlstand eine überragende Bedeutung, die selbst über diejenige der Großunternehmen hinausgeht“.

Diese ‚Hidden Champions‘ stellten in Hinblick auf „Weltmeisterlichkeit“ alles in den Schatten, was wir Deutschen im Sport, in der Wissenschaft oder in der Kunst aufzu- weisen hätten, schreibt Hermann Simon in der  FAZ* . In seiner Liste der mittelstän- dischen globalen 2.734 Weltmarktführer kommen 1.307 oder 48 % aus Deutschland: „Diese Mittelständler und nicht die Großen bilden das Rückgrat und die Speerspitze der deutschen Wirtschaft“. Diese stolze weltweite Marktführerschaft halten die jeweiligen deutschen Mittelstandfirmen im Durchschnitt schon seit 21 Jahren, baut also auf einem tief fundierten, langnachhaltigen Fundament auf!

*    FAZ, 24.12 2012, Seite 10

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Ehemalige Vorstandsvorsitzende und Vorstandsmitglieder  Deutsche Schule Tôkyô Yokohama

Deutscher Schulverein Tôkyô

Erich Heise (Vorsitzender;
siehe unter  Richard Heise)

Rudolf Bürgi (Vorsitzender 1979 (?)-1981)

Jürgen Falter (Vorsitzender 1981-1984)

Erhard Reiber (Vorsitzender 1984)

 Reinhard Einsel   (Vorsitzender1984-1992)

P.Paeben (1992-)

Dr. Alexander Bürkner (1992-1998)

Christian Lutz (1998- 2000 )

Christine Eilers (2000-2001)

Fuyuki Nakajima (2001-2002)

Manfred Flick (2002-2005)

Dr. Judith Coulmas (2005-2011)

Stiftung Deutsche Schule Tôkyô Yokohama)

Frau Barbara Johansson (Vorsitzende 2011-)


Vorstandsmitglieder

 Klaus Becker

 Artur von Eisenhart-Rothe

 Ilka Eckhoff

 Alfred Stüber

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