Das japanische Gedächtnis - 日本の想い、ドイツの想い

Ikeda Masuo 池田満寿夫 (1934-1997), Maler, Graphiker, Bildhauer, Keramikmeister, Filmdirektor 画家・版画家・挿絵画家・彫刻家・陶芸家・作家・映画監督

Berliner Künstlerprogramm - Bildende Kunst

 Masuo Ikedas breit angelegtes künstlerische Werk überspannt zahlreiche Gattungen und reicht von der  Malerei, insbesondere Grafiken, bis hin zum Film und zur Literatur.

Die ihm zuerkannten Auszeichnungen in Japan sind umfangreich und bedeutend, darunter  1977 der ‘Akutagawa-Preis‘ für Literatur. Diese Ehrung erhielt er für seinen Roman "Lob dem Ägäischen Meer" ( Ege-kai ni sasagu エーゲ海に捧ぐ), 1976, der mit dem italienischen Softpornostar  La Cicciolina (Video)  verfilmt wurde. In Kôbe findet sich hierzu sogar eine  Statue und  CDs der Filmmusik sind nur noch gebraucht zu hohen Preisen erhältlich.


Dieser Künstler war ein außergewöhnlicher Intellektueller, der sich in seinem Schaffen und persönlichen Leben in keine Kategorien pressen ließ. Sein Wirken war - wie obiges Werk zeigt - künstlerisch radikal exzentrisch und zugleich kommerziell angepasst. Letzteres ist auch belegt durch Eingang seiner Werke in die Werbung ( Video) und seine Fernsehauftritte.

Vielleicht war dies auch ein Teil seiner deutschen Vita. Denn Masuo Ikeda war im Jahr 1967 einer der zahlreichen  japanischen Gäste des international renommierten  Berliner Künstlerprogramms des Deutschen Akademischen Austauschdienstes gewesen.

Auch spielte ein deutscher Künstler, der Maler und Graphiker Erwin Graumann, der mit ihm in Japan in seinen jungen Jahren in Berührung kam, eine große Rolle für seinen künstlerischen Weg. Ob es sich  bei diesem deutschen Künstler um den in Frankreich im Dritten Reich in die Emigration gegangenen Erwin Graumann handelt, konnte bisher nicht geklärt werden.