Das japanische Gedächtnis - 日本の想い、ドイツの想い

Kosugi Takeshi 小杉 武久 (*1938), Komponist, Musiker 作曲家、演奏家

Berliner Künstlerprogramm - Musik: Fluxus mit Zwischenstation Berlin

 Quelle: Coverfoto links

 

 Takehisa Kosugi war im Jahr 1981 einer der zahlreichen  japanischen Gäste des international renommierten  Berliner Künstlerprogramms des Deutschen Akademischen Austauschdienstes.

Kosugi hatte an der  Kunsthochschule Tôkyô (Tôkyô Geidai)  studiert. Prominent wurde er als  Fluxus-Künstler mit seinen Ensembles "Musik Gruppe  グループ・音楽  ( Audio-Video) und  Taj Mahal Travellers  < Video   (1) (2) (3),    (4) >. Seine Arbeiten sind zwischen Musik und visueller Kunst angesiedelt, die bis heute präsent sind wie z.B. der Film, der über 26 Minuten küssende Liebespaare zeigt, begleitet von elektronischer Akustikmusik mit indisch anmutender Intonation ( Video).

Takehisa Kosugi ist in unser Internetportal aus demselben Grund eingestellt, der auch bei der Einstellung anderer, zeitgenössischer japanischer Künstlern hierfür ausschlaggebend war: Sie alle sind nicht Vertreter eines national ethnischen Konzeptes einer "japanischen Kunst", die sich markant von der in westlichen oder anderen Ländern abhebt. Sondern sie sind japanische Künstler im globalen Kontext, deren Kunstswerke nur in internationaler Dimension verständlich werden.

Eine weitsichtige und offenherzige Kulturpolitik des "Berliner Künstlerprogramm" hat Künstlern wie Takehisa Kosugi in Berlin für einige Zeit einen Arbeitsaufenthalt ermöglicht und damit Deutschland in diesen grossen globalen Kreislauf der Kunst unserer Zeit integriert.

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