Das japanische Gedächtnis - 日本の想い、ドイツの想い

Kudô Tetsumi 工藤哲巳 (1935-1990)

Berliner Künstlerprogramm - Bildende Kunst: Japan, Deutschland im globalen Kontext

 Quelle Buchcover links

Der japanische Konzeptkünstler  Tetsumi Kudô war im Jahr 1978 einer der zahlreichen  japanischen Gäste des international renommierten  Berliner Künstlerprogramms des Deutschen Akademischen Austauschdienstes.

Er lebte fast drei Jahrzehnte von 1962 bis 1987 in Paris. Danach kehrte er zurück nach Japan und unterrichte an seiner alten Universität, der  Kunsthochschule von Tôkyô (Tôkyô Geidai).

Kudo galt in den 1950er Jahren als einer der innovativsten Avantgardekünstler in Japan. Seit den 1960er bis hinein in die 1970er Jahre hatte sein künstlerisches Werk dann auch nicht geringen Einfluß in Westeuropa, besonders in Frankreich. Zu nennen sind in diesem Zusammenhang  Paul McCarthy und  Murakami Takahashi, der ihn sogar als "unser aller Vater" einstufte.

Manch' Leser wird sich erstaunt fragen, warum Kudo in ein "deutsch-japanisches Gedächtnis" aufgenommen wurde. Dies geschah aus demselben Grund, der auch bei der Einstellung anderer, zeitgenössischer japanischer Künstlern hierfür ausschlaggebend war: Sie alle sind nicht Vertreter eines national ethnischen Konzeptes einer "japanischen Kunst", die sich markant von der in westlichen oder anderen Ländern abhebt. Sondern sie sind japanische Künstler im globalen Kontext, deren Kunstswerke nur in internationaler Dimension verständlich werden.

Eine weitsichtige und offenherzige Kulturpolitik des "Berliner Künstlerprogramm" hat Künstlern wie Tetsumi Kudô in Berlin für einige Zeit einen Arbeitsaufenthalt ermöglicht und damit Deutschland in diesen grossen globalen Kreislauf der Kunst unserer Zeit integriert - unter besonderer Berücksichtigung von drei Facetten: Japan, Deutschland und die Welt.

 Video "La Maison Rouge, Paris"

Ausstellungen

-  Garden od Metamorphosis
- TETSUMI KUDO Cubes & Gardens  Kunstwerke  Kritik

Informationen & Quellen 参考文献