Das japanische Gedächtnis - 日本の想い、ドイツの想い

Landis, M. H., Hochschullehrer & Altphilologe, Missionar 大学教授、古典文献学者、宣教師

Das Kind Fritz Landis (1889 - 1902)

Der kleine Sohn Fritz Landis von Prof. M. H. Landis (Mohr Henry Landis) (1857-1921) ist auf dem  Aoyama Friedhof in Tôkyô begraben. Vermutlich war der Vater Amerikaner, vielleicht nach den USA ausgewandert aus Deutschland, bevor er nach Japan kam. Seine Frau Emma Marie Stiefler Landis war Deutsche, worauf auch der Name ihres verstorbenen Sohnes "Fritz" hinweist.

Auf den engen Bezug zu Deutschland deutet auch hin, dass ein anderer, in den USA bekannt gewordener Sohn des Ehepaares Landis,  James Landis, fliessend Deutsch sprach. Dieser war später Chairman der amerikanischen Wertpapieraufsichtsbehörde (Securities and Exchange Commission) und Dean der Harvard Universität. Er war in Tôkyô geboren und hatte dort als Junge die  American School in Japan, die ihn als prominenten Schüler porträtiert hat, besucht.

Einer Gedenkplatte am Fuß des Grabes weist darauf, dass die  Meiji Gakuin Universität  明治学院 dieses Grab für ihren Hochschullehrer M. H. Landis errichtet hat, und dass dieser von  1888 bis 1921 in Japan wirkte. Das Grab wurde von dieser Universität 1991 wiederhergestellt. Landis selbst unterrichtete an der Meiji Gakuin Universität Alte Sprachen (Latein und Griechisch) und seine Frau Deutsch.

Er soll auch die auf dem Campus seiner Universität gelegene, 1890 erbaute " Meiji Gakuin Memorial Hall   明治学院記念館" errichtet haben.