Zitelmann, Katharina (1844-1926) ツィーテルマン・カタリーナ
Japan gesehen aus weiblichen Augen
Die deutsche Schriftstellerin Katharina Zitelmann (26.12.1844 Stettin - 4.2.1926 Berlin), die auch unter dem Pseudonym Katharina Rinhart veröffentlichte, war eine erfolgreiche deutsche Schriftstellerin der zeitgenössischen Unterhaltungsliteratur ihrer Zeit. Sie brachte es zur Vorsitzenden des Deutschen Schriftstellerbundes (1908 - 1918).
Heute ist sie vergessen, ihre Bücher sind vergriffen. Doch haben sie neuerdings in der Wissenschaft durch die Historikerin und Politologin Renate van Kampen und Dr.Christel Kojima-Ruh wieder Beachtung gefunden. Ihr Name fand sogar Eingang in die weit gestreute Internetdatenbank Wikipedia.
Im Themenzusammenhang dieses Internetportals ist Katharina Zitelmann als zeittypisches Beispiel des deutschen Japan Bildes an der Wende des 19.Jahrhundert zum 20.Jahrhundert von Interesse.
Katharina Zitelmann gehörte zu den seinerzeit noch wenigen weiblichen Weltreisenden. So gelangte sie nach Ägypten, Indien, China, Amerika und auch nach Japan. Dort verbrachte sie wenige Wochen im Hause von Clara Matsuno, geb.Zitelmann (1853-1941). Deren Leben in Japan bot ihr den Stoff für ihre schriftstellerische Auseinandersetzung mit dem japanischen Gastland.
Wie Christel Kojima-Ruh feststellt, hebt sich ihr Japan Bild von den Bildern anderer Japan-Reisenden ihrer Zeit ab. Sie stellt das Land und seine Gesellschaft aus der Perspektive einer deutschen Frau dar. Das überwiegende, in Deutschland vorherrschende Image von Japan war jedoch von männlichen Reisenden geprägt. Insbesondere in der Beurteilung der gesellschaftlichen Stellung der japanischen Frau kommt dieser unterschiedliche Standpunkt zum Tragen. Denn im Gegensatz zu den männlichen Beschreibungen, die stark von exotischer Erotik und entsprechenden Geisha-Vorstellungen dominiert waren, stellt sie einen angeblich passiven und unaufgeklärten, aus ihrer Sicht im Vergleich zur deutschen Frau beklagenswerten gesellschaftlichen Stand der Japanerin in den Mittelpunkt ihrer literarischen Beschreibungen.
Katharina Zitelmann ist ein Beispiel solcher Japan-Reisenden, die nur eine kurze Zeit in Japan verweilten. Daher waren ihre literarischen Werke zu Japan weniger auf eigener, detaillierter Erfahrung oder eigenen Erlebnissen fundiert aufgebaut. Sie fussten überwiegend auf Informationen aus zweiter Hand. Das zeigt sich auch daran, dass sie nicht frei von Fehlern japanisch-sprachiger Namen und Begriffe sind.
Von hier liegt Katharina Zitelmanns historische Bedeutung darin, dass ihre Japan-Werke gängige Klischees und Ansichten der damaligen Zeit in ihrer deutschen Heimat exemplarisch aufzeigen.
Unter diesen Aspekten geben wir ihren Roman "Das Adoptivkind" wieder.
Titelblätter
In Bearbeitung:
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Kapitel 8
Kapitel 9
Kapitel 10
Kapitel 11
Kapitel 12
Kapitel 13
Kapitel 14
Kapitel 15
Kapitel 16
Kapitel 17
Kapiel 15
Kapitel 16
Kapitel 17
Kapitel 18
Kapitel 19
Kapitel 20
Kapitel 21