Das japanische Gedächtnis - 日本の想い、ドイツの想い

Berlin - "Skulpturen gegen Krieg und Gewalt", Platz der Republik am Bundeskanzleramt Berlin - Yoshikuni Iida und Yasuo Mizui

 



Yoshikuni Iida, Ohne Titel, 1961/62



Skulpturen "Himmelsschlüssel" und "Ohne Titel" von Yasuo Mizui, 1961/62

 
 
 
 
 
 
 
 



Der Gedenkort der "Skulpturen gegen Krieg und Gewalt" wurde an geschichtsträchtiger Stelle am Platz der Republik am Bundeskanzleramt und in Nähe des Reichstagsgebäudes des Deutschen Bundestages errichtet.

Abbildungen links: Ausschnitte einer Gedenktafel am Gedenkort der "Skulpturen gegen Krieg und Gewalt", ermöglicht durch Michael Cramer, Mitglied der Fraktion Die Grünen/EFA Europäische Freie Allianz im Europäischen Parlament; Text von Rainer E. Klemke

Er wurde geschaffen in einer spontanen Reaktion israelischer, japanischer und deutscher Bildhauer auf den Bau der Berliner Mauer im August 1961. Die Skulpturen waren als die Freiheit bejahende, künstlerische Antwort auf dieses fatale Monument politischer Gewalt und Unfreiheit gedacht, an der sich dann auch Bildhauer aus Frankreich, der Schweiz, Österreich und Ungarn beteiligten. 

Die Mitwirkung von zwei japanischen Bildhauern,  Yoshikuni Iida und  Yasuo Mizui, ist umso bemerkenswerter als in ihrer japanischen Heimat  aktive Erinnerung an geschichtliche Prozesse der Zeitgeschichte (1)  (2) in dieser Form nahezu unbekannt ist.

Das - wie auf den Tafeln nebenstehend gezeigt - für die Zeitgeschichte Deutschlands so bedeutsame Gelände, auf dem dann im Winter 1961/1962 von jenen Bildhauern die Steinskulpturen geschaffen wurden, hatte der Berliner Senat zur Verfügung gestellt. Zu dieser Zeit war es noch eine unwirtliche Brache am Rande von West-Berlin. Heute ist sie in eine großzügige Parklandschaft gewandelt.