Das japanische Gedächtnis - 日本の想い、ドイツの想い

Japan und Deutschland

Zwar geht das erste Spiel in der  japanischen Fussballgeschichte bereits auf das Jahr 1917 zurück. Auch hatte ein deutscher Kriegsgefangener in Japan,  Hugo Klaiber, schon im Jahr 1919 die Japaner zum Fussballspielen auf Grund eines zwischen Deutschen und Japanern in Hiroshima abgehaltenen ersten Fussballspieles auf nternationaler Ebene angeregt, und durch den deutschen Fussballtrainer  Dettmar Cramer wurde in den 1960er Jahren Japans Nationalmannschaft  in die internationale Fussballwelt geführt, wofür er bis heute "Vater des japanischen Fussballs" genannt wird.

Aber erst 1992 wurde mit der  J-League   J  リーグ, 日本プロサッカーリーグ eine nationale Profi-Liga eingerichtet und Fussball wurde zum  Breitensport.

In dieser nationalen Fussballiga erfüllten in der Anfangsphase neben einigen anderen internationalen Spielern und Trainern nicht nur Guido Buchwald sondern auch viele andere deutsche Spieler und Trainer eine wichtige Funktion: So zum Beispiel  Uwe Bein, der zusammen mit Buchwald 1994 - 1996 bei den Urawa Red Diamonds spielte,  "Litti" Pierre Michael Littbarski und  Michael Rummenigge sowie die Trainer  Horst Köppel, der 1997 Coach der Urawa Red Diamonds war,  Holger Osieck, der die Urawa Red Diamonds 2007 zum Sieg in der asiatischen Champions League führte, und der Trainer   Gert Engels.   Volker Finke wechselte 2008 als Nachfolger von Engels vom SC Freiburg zu den Urawa Red Diamonds. Er ist nach Guido Buchwald, Holger Osieck und Engels der vierte deutsche Trainer hintereinander bei den "Reds" gewesen.

Übrigens: Die Urawa Red Diamonds sind der japanische Partnerclub  von  Bayern München.

Fussball wurde in Japan schnell populär und erfolgreich:  Japans Nationalmannschaft - deren Spieler wegen ihrer blauen Trikots  Samurai Blue genannt werden  - konnten in der kurzen Zeit dieser Aufbaugeschichte seit 1998 viermal in Folge die Teilnahme an der Fussballweltmeisterschaft erkämpfen konnte.  2002 richtete Japan dieses globale Ereignis zusammen mit Süd-Korea aus.  Viermal wurde Japans Nationalelf asiatischer Fussballmeister, zuletzt 2011 in  Qatar im Endspiel gegen Australien. Zwei japanische Vereine wurden zudem Meister der  asiatischen Champions League.

Auch heute noch sind zahlreiche  deutsche Profifussballer und Trainer in Japan unter Vertrag.

Ausdruck dieser Erfolgsgeschichte ist auch, dass japanische Berufsfussballspieler den Weg in ausländische Spitzenclubs fanden, so auch in Deutschland, zuerst mit dem heute schon legendären  Yasuhiko Okudera (Video: " Der erste Japaner in der Bundesliga"), der sogar im Fussballmuseum in Tôkyô gewürdigt wird.

Andere folgten, so zum Beispiel in Deutschland:

 Junichi Inamoto
   Video

 Naohiro Takahara  Video: " Naohiro Takahara Schalalalala"

 Tsuneyasu Miyamoto
(Öst.)

 Yûji Nakazawa
  Video:" 日本語「Yûji Nakazawa Diary 1]"

 Makoto Hasebe
 >>>  VIDEO anschauen


 Shinji Kagawa
  Video: " Shinji Kagawa bittet Deutschland um Hilfe"

Vor allem mit dem ausserordentlichen sportlichen Erfolg von Kagawa bei Borussia Dortmund wurde eine Schleuse für junge japanische Fussballspieler in der Bundesliga geöffnet:

 Takashi Inui,  Video:" Deutschkurs bei Eintracht Frankfurt"

 Atsuto Uchida,  " Glück auf, Atsuto Uchida"   日本言ビデオビデオ

 Shinji Okazaki,  Video:" Tor des Tages"

 Gôtoku  Sakai - der  mütterlicherseits deutsche Vorfahren hat -,

 Hajime Hosogai - Video:" Hajime Hosogai Spielerporträt"

 Hiroki Sakai,

 Hiroshi Kiyotake -  Kiyotake prägt das Spiel des japanischen Olympia-Teams

 Takashi Usami.  Video:" Bayern stellt Usami vor"

Kommerziell wurde dieser 'Japan-Boom' im deutschen und europäischen Fussball von dem Spielerberater  Thomas Kroth.